Usability und Benutzerfreundlichkeit

Usability beschreibt die „Gebrauchsfähigkeit“ oder „Benutzbarkeit“ eines Produktes, primär die intuitive, vom User her definierte Ablaufprozedur in der Benutzung eines Produktes, hier Software oder genauer: Internet-Anwendungsangebote, also Websites, E-Commerce-Shops oder einfach nur Informations-Homepages.

Für die meisten User ist das Internet immer noch eine reine Informationsplattform, jedoch werden bereits hier die Weichen gestellt, ob der Besucher zu IHREM Kunden wird, oder ob er doch lieber woanders oder etwas anderes kauft.

Eine nicht sofort schlüssige „Funktion“ oder eine durchzuführende Soll-Aktion des Nutzers kann sich als auslösend dafür erweisen, daß die Benutzung abgebrochen oder erheblich gehemmt wird. Schon ein „subjektiv unlogisch“ plazierter Link oder eine nicht dem geistigen Pfad des Users entsprechende Bebilderung kann sich negativ auf das Benutzerverhalten auswirken.

Wer vor Erreichen des Zieles aussteigt (wegklickt), ist für Sie verloren! So werden über 80% der „virtuellen Einkaufskörbe“ in Webshops gar nicht erst zur Kasse gefahren. Das hat nicht nur, aber in durchaus bemerkenswerter Größenordnung mit Unsicherheit der User hinsichtlich der Benutzerführung zu tun!

Intuitive Navigation
Eine Website sollte über eine intuitive Navigation verfügen. Sie ist neben den Forderungen nach einem funktionellen Design, einem robusten Fehlermanagement, einer Feedbackfunktion für die Besucher oder personalisierten Elementen die wichtigste und dringendste Aufgabenstellung im Web-Management.

Grundlage einer nachvollziehbaren Informationsarchitektur ist eine gutgestaltete Hierarchie. Site-Besucher verstehen Hierarchien und haben sie schon immer angewandt. In Stammbäumen, wissenschaftlichen Abhandlungen, in Dateimanagern usw. Es ist sinnvoll und komfortabel, auf der höchsten Ebene zu beginnen und sich nach unten zu spezifischer werdenden Informationen hin zu bewegen. Wer eine umfangreiche Site hat, kann Hierarchie nicht ignorieren.

Viele Internet-User sind ungeduldig
Benutzer sind auf ihrem Weg im Internet so ungeduldig, dass sie sich kaum die Zeit nehmen, etwas über eine Site und ihre individuelle Struktur zu erlernen – stattdessen wenden sie sich der nächsten Site zu. Ein sinnvolles Navigationskonzept ermöglicht dem Anwender, intuitiv über seine weiteren Tätigkeiten zu entscheiden und gibt ihm gleichzeitig das Gefühl, dass er die Kontrolle über die Site hat.

Und selbst diese Nutzer-Ungeduld kann noch überwunden werden, wenn eine Site und ihr Inhalt es wert sind, vom Anwender erforscht zu werden.

Ladezeiten
Ob Ihre Besucher Modemverbindungen, ISDN oder die DSL-Technologie nutzen: einer der obersten Leitsätze des Webdesign ist die Vertretbarkeit der zu erwartenden Ladezeiten. Zum einen haben immer noch etliche Surfer eine eher langsame Anbindung an das Internet, zum anderen ist das Netz selbst nicht immer sehr ’schnell‘. Die Ladezeit einer Website sollte also so kurz wie möglich gehalten werden.

Der Besucher entscheidet in sekundenschnelle, ob ihn ein Angebot interessiert. Das anfängliche Interesse an einer Website schwindet mit dem Warten auf die Inhalte – und der Besucher auch. Die wichtigsten Inhalte müssen daher sofort sichtbar sein und sollten deshalb als Text angelegt sein.

Bilder und Grafiken müssen bestmöglich optimiert werden. Bildoptimierung ist der optimale Kompromiss zwischen einer möglichst geringen Datenmenge und der bestmöglichen Darstellungsqualität. Die Kompression von Bilddaten ist aber immer verlustbehaftet. Dieser Verlust ist möglichst klein und unauffällig zu halten.

Bereits das Webdesign muss daher immer die mögliche Bilddatenoptimierung berücksichtigen.